Starke Halsschmerzen: Ursachen und Abhilfe

starke halsschmerzen
Wenn Sie so starke Halsschmerzen haben, dass Sie am liebsten nie wieder schlucken würden.  Woran es liegen kann und was Sie dagegen tun können.

Jeder kennt das Kratzen im Hals als Begleiterscheinung von Husten oder einer laufenden Nase. Leider bleibt es nicht immer bei einem Kratzen. Dann kann eine ernste Infektionserkrankung vorliegen.
Oder haben Sie einen Schlag gegen den Kehlkopf bekommen? Auch das kann starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden verursachen. Sofort für Kühlung sorgen und, falls Atemnot hinzukommen sollte, dringend einen Arzt aufsuchen!

Die häufigste Ursache für starke Halsschmerzen ist eine Entzündung im Hals- oder Rachenbereich. Wenn eine Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis) mit einer Entzündung der Mandeln (Tonsillitis) auftritt, verspürt man starke Halsschmerzen. Besonders unangenehm fühlt es sich an, wenn die Mandeln vereitert sind. Eine Mandelvereiterung zu verschleppen kann gefährlich sein! Wenn Sie starke Halsschmerzen verspüren, beginnen Sie die Behandlung frühzeitig.

Was sind die Symptome und Ursachen für starke Halsschmerzen?

Wenn Sie starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden haben, prüfen Sie einmal im Spiegel:

  • Sind die Mandeln gerötet und geschwollen?
  • Ist Eiter sichtbar, als kleine Stippchen auf den Mandeln oder als heller Belag?
  • Nehmen Sie einen unangenehmen Geruch wahr?

Das sind Anzeichen für eine Mandelvereiterung. Oft kommen noch Fieber und grippeähnliche Symptome dazu.

Tasten Sie Ihre Lymphknoten ab: seitlich am Hals, unter dem Kinn, Unterkiefer, Ohrläppchen und hinter dem Ohr. Spüren Sie dort Schwellungen?
Wenn Lymphknoten am Hals geschwollen sind und Eiter einen grauen Belag auf den Mandeln bildet, kann es sich um Pfeiffersches Drüsenfieber handeln. Das ist eine Erkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht wird. Die meisten Menschen infizieren sich als Kinder mit dem Virus und tragen ihn dann ein Leben lang in sich. Meist wird die Infektion nicht bemerkt oder sie verläuft harmlos. Auch beim „harmlosen Verlauf“ leiden Betroffene oft starke Halsschmerzen. In Einzelfällen kann das Pfeiffer-Drüsenfieber chronisch verlaufen, wobei die Betroffenen Monate oder Jahre mit der Krankheit zu kämpfen haben.
Noch andere Viren, darunter Grippe- und Schnupfenviren, können eine Mandelentzündung und starke Halsschmerzen hervorrufen.
Auch Bakterien können die Übeltäter sein, zum Beispiel Streptokokken. Starke Halsschmerzen, hohes Fieber und geschwollene Lymphknoten treten bei einer Streptokokkenangina auf. An den Mandeln sind weiße Eiterstippchen zu sehen, die sich von den grauen Belägen unterscheiden, die für das Pfeiffer-Drüsenfieber typisch sind.

Die Behandlung von starke Halsschmerzen

Bei der Behandlung ist es wichtig, ob Bakterien oder Viren die Ursache sind. Mit Hausmitteln macht man in beiden Fällen nichts falsch, allerdings muss man Geduld haben. Gurgeln mit Salbeitee hilft, die Infektion zu bekämpfen, da Salbei desinfizierend wirkt. Oft sind starke Halsschmerzen so unangenehm, dass man sich auf Hausmittel nicht verlassen möchte. Schnelle Hilfe bei einer bakteriellen Infektion bieten Antibiotika. Bei einer Infektion mit Viren nützen Antibiotika nichts. Der Arzt kann dann schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente geben, bis der virale Infekt überstanden ist.

Manchmal geht es nicht ohne Medikamente. Bevor Sie sich wochenlang mit starke Halsschmerzen herumquälen, suchen Sie einen Arzt auf.